Kyosho Cessna 210

Ein kleiner Parkflieger.
Die Grösse von ca 35cm und das wenige Gewicht (ca 20g) machen den Flieger leicht zu transportieren und ungefährlicher als die grossen Modellflugzeuge. Höhen- und Seitenruder, die beide (fast) kontinuierlich anzusteuern sind machen interesante Flugmanöver möglich, wie z.B. Loopings und Sturzflüge.
Die Kosten liegen um die 100€.
Leider ist dieser Flieger anfällig führ unsanfte Landungen und unsachgemässen Transport. Deswegen versuche ich den Rahmen der Cessna mit Depron nachzubauen. Depron ist ein günstiges styroporähnlcihes Material, das man in verschiedenen Dicken im Modellbaugeschäften bekommen kann. Es hat den Vorteil, dass es bis zu einem hohen grad elastisch verformbar ist; also man kann es biegen ohne das sich nach dem loslassen die Form verändert hat oder bricht - ganz im Gegensatz zum Material aus dem die Cessna anfangs besteht. Zudem übersteht es auch Kratzer recht gut.
Das gibt uns zudem die Möglichkeit an den Flugeigenschaften zu schrauben.

Die Tragfläche

Die Orginale sieht zwar ganz hübsch aus, muss aber trotzdem runter. Am besten man nimmt einen scharfen Cutter und schneidet sie an den Klebestellen ab, am besten ohne sie zu beschädigen.
Die Länge der Tragfläche (bei gleichbleibenden Profil) ist proportional zum Auftrieb bei einer bestimmten Geschwindigkeit. Das heisst mit einer längeren Tragfläche kann man langsamer fliegen, ohne dass der Flieger an Höhe verliert. Leider muss dabei geringere Wendigkeit in Kauf genommen werden.
Wenn man über eine bestimmte Länge hinausgeht, ist die Cessna nicht mehr steuerbar und fliegt nur noch gerade aus; kann das aber schön langsam tun.
Eine kürzere Tragfläche benötigt zwar eine höhere Geschwindigkeit, damit der Flieger in der Luft bleibt, aber dafür ist er wesentlich wendiger. Auch hier sollte ein bestimmte Länge nicht unterschritten werden.

Meiner Erfahrung nach sind Längen zwischen 18cm und 42cm fliegbar, wenn man sie nach dem unten angegeben Verfahren bastelt. Mein persöhnlicher Favourit liegt bei 30cm und ist ein wenig spritziger zu fliegen als die Orignalaustattung.
Anfangs ist es eine gute Idee die Tragfläche mit einem Klebestreifen (z.B. Tesa, Pflasterstreifen) zu fixieren, da mann dann problemlos auch mal während einer Flugstunde die Tragfläche wechseln kann, um verschiedene zu vergleichen.

Wie auf dem Bild ersichtlich habe ich zunächst versucht die Form der Orginaltragfläche nachzubauen, was sich aber als Schnapsidee erwies. Es ist viel Arbeit, bringt keinen nennenswerten Vorteil, aber man läft Gefahr, die Tragfläche nicht symmetrisch genug zu schneiden, was in eckligen Flugeigenschaften endet.

Ich empfehle folgendes Vorgehen beim Bau einer neuen Tragfläche:
Nehmt eine 3mm dickes Depron Platte,
malt mit Filzstift eine 6,8cm entfernte Parallele zur Kante der Platte,
dazwischen Parralellen mit Abständen von 1,2 cm , 2cm , 2cm, 1,6cm
Schneidet das ganze mit einem Cutter an den Aussenkanten in der gewünschten Länge aus.

Jetzt müssen wir noch die vorher eingezeichneten Linien mit einem Cutter anritzen. Wichtig ist, dass hierbei nichts abgeschnitten wird! Das Anritzen macht die Tragfläche in eine Richtung biegsam.


Jetzt noch die Tragfläche mittig auf dem Flieger platzieren, dazu zwei 3,2cm entfernte parallele Geraden einzeichenen die senkrecht auf den angeritzten Linien stehen und jeweils genau 1,6cm vom Mittelpunkt der Länge entfernt sind. Der Flügel wird vorsichtig an die, durch die Verbindungstelle zum Rumpf hin gegebene, Krümmung anformen. Achtet darauf dass die Krümmung gleichmässig auf der ganzen Flügellänge ist.


So jetzt noch die Tragfläche mit einem Tesa am Rumpf fixiert, indem man den Tesa von der Schnauze der Cessna bis zum Ansatz des Seitenleitwerks zieht und dann auf zum Testflug.

Das Fahrwerk

Eine leidige Stelle der Kyosho Cessna sind die wackeligen hinteren Räder des Fahrwerks. Ein bisschen EpoxyHarz oder anderer geigneter Kleber schafft hier schnell Abhilfe. Damit das Landen und Starten wieder richtig Spass macht.

Es müssen nur die Eintrittesstellen des Fahrwerk an der Unterseite verklebt werden.

Man muss dabei aber sicherstellen, dass auf der anderen Seite nichts vom Kleber in den Rumpf hineinläft, da das mit Pech die Servogestänge verkleben könnte.

Die Cessna ist zu öffnen, indem man die Aufkleber seitlich vorsichtig entfernt.

Als nächstes kommen vorraussichtlich Seiten- und Höhenleitwerk dran.